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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Damit die Pflanzen das Land erobern konnten, mussten sie viele Anpassungen an die neuen Bedingungen entwickeln. Der limitierende Faktor, also der Grund, warum das Landleben bis dato nicht genutzt wurde, war das Wasser. Bei allen Punkten, die jetzt aufgeführt werden, muss man immer im Hinterkopf behalten: Pflanzen brauchen Wasser, das sie am Land nicht so leicht bekommen wie bisher, wo sich ihr Lebensraum auf Meere und Seen beschränkte.

Verdunstungsschutz

Cuticula

 

Während die Pflanzen im Wasser keine Angst haben mussten auszutrocknen, stellte die brennende Sonne und die trockene Luft an Land ein echtes Problem dar. Deshalb musste erst einmal ein Verdunstungsschutz entstehen, damit das Wasser in den Pflanzen nicht sofort wieder verdunstet wird. Das entsprechende Abschlussgewebe der Pflanzen nennt man Cuticula. Diese dicke Gewebeschicht umgibt die Epidermis der Pflanzen und verhindert den Verlust an Wasser sowie das ungehinderte Eindringen von (UV-)Sonnenstrahlung.

 

Leitgewebe

Leitbündel

Das Wasser und die Nährstoffe, die ja jetzt nicht mehr von vornherein im Wasser gelöst sind, muss die Pflanze Leitgewebe ausbilden, um die Nährstoffe von den Wurzeln/Rhizoiden in das restliche Gewebe zu transportieren. Gleiches gilt für den Transport an Assimilaten, die häufig im Wurzelgewebe gespeichert, aber auch zu den Sprossspitzen geleitet werden, wo das Wachstum der Pflanze stattfindet.

 

Für den Wassertransport mit den darin gelösten Nährstoffen (Mineralsalze), die von den Wurzeln absorbiert werden, wurde das sogenannte Xylem ausgebildet, welches wesentlich aus einem von zwei unterschiedlichen Zelltypen besteht.

  • Tracheiden (Zwischenwände, sehr eng)
  • Tracheen (ohne Zwischenwände, weniger eng, "bessere Tracheiden")

Diese Zellen bilden lange, verholzte (tote) Röhren aus. Bei den Moosen sind es hingegen Hydroide (nicht verholzt, aber tot), die den Wasser-/Nährsalztransport übernehmen.

Für den Assimialttransport (z.B. Glucose) wurde das Phloem ausgebildet, das neben festigenden Sklerenchymzellen (bei Angiospermen) vor allem aus Siebröhren und Geleitzellen besteht. Auch hier bilden die Moose eine Ausnahme. Bei ihnen bilden die Leptoide phloemartiges Leitgewebe aus.

Stofftransport  Xylem Phloem

Stabilisierung

Stabilisierung


Landpflanzen sind der Schwerkraft sehr viel mehr ausgesetzt als Pflanzen, die im Wasser leben. Um Strukturen bilden zu können, die nicht nur einen Haufen Zellen flach auf der Erde gleichen, müssen neben Wurzeln auch Festigungsgewebe zur Stabilisierung in den Pflanzen vorhanden sein. Mechanische Einflüsse  jeglicher Art von außen werden ebenfalls durch das Festigungsgewebe in den meisten Fällen egalisiert (z.B. Wind).

Diese Zellen ermöglichen den Landpflanzen das Wachstum, einigermaßen unabhängig von Wasserschwankungen und externen Belastungen (z.B. Druck). Je größer die Pflanzen werden, desto wichtiger sind die Festigungsgewebe.

 

GasaustauschStomata und  Schwammgewebe


Im Wasser ist CO2 gelöst, wohingegen auf dem Land das CO2 aus der Luft genommen werden muss. Sauerstoff konnte einfach in das Wasser abgegeben werden.
Die Landpflanzen brauchen aufgrund ihrer dicken undurchlässigen Cuticula also regulierbare Öffnungen mit einem internen Leitungssystem. Sie müssen Wasserdampf kontrolliert verdampfen, sozusagen "schwitzen". Die Zwischenräume der Zelle dienen dabei der Durchlüftung, sozusagen wie Lüftungsschächte.