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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Es gibt eine Vielzahl an Moosen und damit zig Möglichkeiten der Fortpflanzung. Eine erste Unterscheidung kann man in sexuelle und vegetative Fortpflanzung vornehmen. Bei den Lebermoosen, hier beispielhaft das Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha, diözisch), sind beide Möglichkeiten weiter unten bildhaft dargestellt.

Fortpflanzung  Moose 2Bei der vegetativen, ungeschlechtlichen Fortpflanzung entstehen in sogenannten Brutbechern die Brutkörper. Das sind kleine, flache Fortpflanzungseinheiten, die neue Gametophyten ausbilden kann, sobald sie durch das Einschlagen von Wassertropfen aus dem Brutbecher geschleudert werden.

Bei der sexuellen, geschlechtlichen Fortpflanzung entstehen in den Gametangienständern Geschlechtszellen. Sobald es regnet, werden die Spermatozoide von den Antheridien auf der Oberseite der 8-strahligen (8 "Blätter") Gametangienständer weggeschleudert. Sie landen unter anderem auch auf 9-strahligen Gametangienständern an deren Unterseite die Archegonien sitzen. Dort werden Eizellen gebildet. Wenn es feucht ist, können die Spermatozoide durch die Halskanalzellen in das Archegonium eindringen und die Eizelle dort befruchten. Die verkümmerte Bauchkanalzelle verbindet den Hals mit der Eizelle. Aus dieser Eizelle wächst nun der Sporophyt mit dem Sporangium heraus. Das Sporangium hängt sozusagen herunter und öffnet sich bei Trockenheit mit Hilfe der Elateren. Die Sporen werden ausgebreitet, aus denen neue Gametophyten wachsen können.

Fortpflanzung_der_Moose

 

Ein weiteres Beispiel sollen nun die Laubmoose darstellen. Man beachte die Unterschiede:

  • mehrzelligen Rhizoide bei den Laubmoosen. 
  • monözisch oder diözisch (Beispiel unten: monözisch)
  • mehr als 10 Halszellen (Lebermoose <10)
  • das Antheridium ist durch eine auffällige Hülle an kleinen sterilen Blättchen umgeben (Perianth), welches das Wegschleudern der Spermatozoide durch aufschlagende Wassertropfen begünstigt.
  • Der Sporophyt wächst hier nach oben, wobei er ein Stück des Archegoniums des Gametophyten mit abreisst, die Kalyptra. Aber auch hier ist der Sporophyt Zeit seines Lebens vom Gametophyten abhängig.
  • Das Öffnen bzw. Aufplatzen des Sporophyten/Sporangiums ist im Gegensatz zu dem der Lebermoose reversibel, das heißt, es kann je nach Witterung die Kapsel geöffnet oder geschlossen werden 
  • keine Brutbecher und Brutkörperchen
  • das Protonema ist bei den Laubmoosen beblättert (folios), bei den Lebermoosen hingegen lappig (thallos)

Protonema