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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Jedes Atom strebt zur Edelgaskonfiguration und gibt dafür wenn möglich Elektronen ab oder nimmt welche auf (mehr unter Elektronenkonfiguration). Durch das Aufnehmen eines e- wird ein Atom zu einem Ion, also einem geladenem Atom. In diesem Falle würde es negativ geladen, weil es ein Elektron aufgenommen hat. Gibt ein Atom ein Elektron ab, dann ist die Ladung positiv. Man kann sich das so merken, dass jedes Atom erst einmal neutral ist mit +++ und ---. Nimmt man ein "-" weg, dann überwiegen die "+" und das entstandene Ion ist positiv. Gibt man ein "+" dazu, hat man mehr "-" als "+" und das Ion ist negativ geladen. Nimmt man zum Beispiel 2 "-" weg, dann ist es 2-fach positiv geladen. Werden Magnesium (Mg) zwei e- entzogen, dann ist Mg2+

Aufgenommene Elektronen müssen natürlich von einem anderen Atom entzogen werden. Das führt dazu, dass Atome einen passenden Partner brauchen. Ein Beispiel:

  • Na: 1s22s22p63s1 Natrium möchte das eine Elektron in der 3. Schale abgeben, um die Edelgaskonfiguration von Neon zu erreichen.Daraus ergibt sich: Na --> Na+ + e-
  • Cl: 1s22s22p63s23p5 Chlorid möchte ein Elektron in die 3. Schale aufnehmen, um die Edelgaskonfigration von Argon zu erreichen.
    Daraus ergibt sich: Cl + e- --> Cl-
  • Da Na ein e- abgeben und Cl eines aufnehmen will, finden diese Partner zueinander. Dadurch werden sie zu positiv (Na+) bzw. negativ (Cl-) geladenen Ionen. Wie einem Magnet, ziehen sie sich nun gegenseitig an und bilden damit ein sogenanntes Ionisierungsgitter. Die sich anziehenden Ionen gehen eine Bindung ein. Sie werden zu Natriumchlorid (NaCl), dem normalen Kochsalz.

nacl-ionengitter
Auf dem Bild zur rechten Seite erkennt man, wie die Na+ und Cl- Ionen sich in einem bestimmten Gittermuster anordnen. Was hier nur als Ausschnitt dargestellt ist, kann in der Realität unüberschaubar groß sein. Trotzdem wird man niemals ein Cl- neben einem Cl- oder ein Na+ neben einem Na+ Ion finden. Sie stoßen sich gegenseitig ab.
 

Das Ionengitter ist übrigens relativ fest. Natriumchlorid kommt deshalb als kristalliner Feststoff in Form von Salz vor. Mit Wasser kann man diese Gitterstrukturen aufbrechen, da H2O sich zwischen die Bindungspartner schieben kann. Deshalb löst sich Salz auch so gut in Wasser. 



Chlorid kann aber nicht nur mit Natrium, sondern auch mit Magnesium eine Bindung eingehen. Daraus entsteht Magnesiumchlorid (MgCl2), ein Salz wie NaCl. Ein schneller Blick auf das Periodensystem zeigt, dass Mg das Bestreben hat, seine beiden Valenzelektronen abzugeben. Cl möchte jedoch nur eines aufnehmen. Es entsteht also eine Bindung zwischen drei Ionen, bei der zwei Chlorid-Ionen die beiden e- von Magnesium aufnehmen.

Die Ionenbindung funktionert also so, dass ein (oder mehrere) Partner dem/den anderen ein (oder mehrere) Elektron abgibt, die Atome dadurch geladen werden und sich somit als Ionen in einem Ionengitter anordnen.  Das geschieht normalerweise zwischen Metall und Nichmetall. 
Was geschieht, wenn man zwei Nichtmetalle wie Chlorid zusammen gibt, das wird hier näher erklärt.