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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Die Van-der-Waals-Kräfte, Dipolkräfte und Wasserstoffbrücken gehören nicht zu klassischen Bindungen, sondern bezeichnen vielmehr Kräfte zwischen zwei Molekülen. Solche Kräfte sind aber generell sehr viel schwächer als zum Beispiel kovalente Bindungen. Trotzdem sind sie für eine große Menge natürlicher Phänomene verantwortlich.


Van-der-Waals-Kräfte
 

Eigentlich unpolare Moleküle wie Fette, die maßgeblich die Struktur von Proteinen und Membranen bestimmen, können durchaus Polarität entwickeln. Elektronen umkreisen den Zellkern relativ willkürlich, deshalb können manchmal an einer Stelle kurzzeitig gehäuft Elektronen auftreten. Ganz kurz finden damit Ladungsverschiebungen statt - temporäre Dipole entstehen.van-der-waals-kraefte

Die eigentlich unpolaren Fette (siehe rechts) bauen durch die zufälligen Elektronenbewegungen kurzzeitig Ladungsunterschiede auf, wodurch gleichzeitig andere Elektronen in ihrer Position beeinflusst werden. Es können sich schwache Bindungen zwischen den beiden Fett-Molekülen aufbauen. Man kann sich die Kette rechts aber weitaus länger vorstellen mit einer Unmenge solcher schwachen Verbindungen. In so großer Zahl sind sie dann aber ein Garant für feste Verbindungen zwischen zwei Molekülen. 
Geckos machen sich die Van-der-Waals-Kräfte übrigens beim Klettern an glatten Oberflächen zunutze. 


Zusammengefasst kann man sagen:

"Van-der-Waals-Kräfte sind Kräfte zwischen
a) induzierten (= Ladung, die andere Ladung beim Nachbarn induziert)

b) oszillierenden (= mal positive/negative Ladung hier, mal dort) 
temporären Dipolen." 


Wasserstoffbrücken-Bindung
 

Eine Paradebeispiel für das Vorhandensein von Wasserstoffbrücken-Bindungen ist Wasser (H2O).wasserstoffbruecken-bindung
Die räumliche Anordnung der beiden "H"-Atome und dem "O"-Atom lässt aus Wasser-Molekülen Dipole werden. Die beiden Wasserstoff-Atome sind positiv polarisiert und haben das Bestreben, eine (elektrostatische) Bindung mit einem freien Elektronenpaar einzugehen, welche zum Beispiel Sauerstoff anbietet. Mit dem Sauerstoff des eigenen Moleküls wird eine polare kovalente Bindung eingegangen. Zum Sauerstoff des anderen Moleküls wirken hingegen elektrostatische Kräfte. Dadurch, dass Wasserstoff zwischen zwei stark negativ geladenen Sauerstoff-Atomen agiert, bezeichnet man diese Bindung als Wasserstoffbrücken-Bindung.
wasserstoffbruecken-bindung2