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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Als außergewöhnlich wichtig für die Forschung gelten Fossilien aller Art. Sie sind die Zeugen der Vergangenheit und ohne sie wüssten wir heute kaum etwas über unsere Vorfahren und überhaupt frühere Lebensformen. Egal ob Skelette oder nur Fußabdrücke, alles ist für die Paläontologie von Bedeutung.

Fossilien sind grundsätzlich versteinerte Reste von vorzeitlichen Lebewesen.
Damit sie entstehen können, müssen zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  1. Ein Sediment muss vorhanden sein, in dem sich etwas verfestigen kann.
  2. Ein sauerstofffreies Medium verhindert vorerst weitere Zersetzung.
Zudem können Fossilien auch durch Harz entstehen, der Lebewesen umschlossen haben kann.

Folgende Arten von Fossilien existieren:
  • Ganzkörperfossilien
    -> In Harz eingeschlossene Lebewesen
  • Mikrofossilien
    -> Bakterien, Pollenkörner usw.
  • Steinkerne
    -> Hohlräume von Schalen füllen sich mit Sedimenten, dazu kommt es zum inneren Abdruck
  • (lebende Fossilien)
    -> Uralte Lebewesen, die sich im Lauf der Evolution kaum geändert haben, z.B. Nautilus

Es gibt auch sogenannte Mumien, die lange Zeit aufgrund extremer Trockenheit erhalten bleiben. Man zählt sie aber nicht zu den Fossilien.


Um überhaupt die Entwicklungsgeschichte nachvollziehen zu können, ist es besonders wichtig, sogenannte Bindeglieder zu entdecken. Das sind Lebewesen, aus denen neue Klassen hervorgegangen sind. Allerdings kann man dahingehend nur Vermutungen aufstellen. Oft kann man sie auch als Mosaikform bezeichnen, dann aber sagt man damit nur aus, dass sie Merkmale von zwei Klassen enthalten, was natürlich beweisbar und feststehend ist.

Eine Mosaikform ist beispielsweise der Archaeopteryx, der Merkmale von Reptilien und Vögeln trägt. Er wird auch Urvogel genannt, was  auf seine mögliche Funktion als Bindeglied hindeutet. Folgende Abbildung zeigt einen typischen Dinosaurier und ein Huhn (Vogel) im Vergleich mit dem Archaeopteryx. Die Tabelle darunter listet dann noch einmal die Merkmale nach Klasse auf.

 

 

Vogelmerkmale

 

Reptilienmerkmale

Hirnschädel & großes Auge Schädelöffnung & Zähne
Federkleid Rippen ohne Versteifungsaufsätze
Armskelett (Vogelflügel) freie Finger mit Krallen
Rabenschnabelbeine im
Schultergürtel
Schien- und Wadenbein
nicht verwachsen
Beinskelett (Mittelfußknochen
bildet Lauf)
lange Schwanzwirbelsäule
1. Zehe nach hinten gerichtet
??? unsicher ???
Saurierbecken (Becken-
knochen nicht verwachsen)

Es ist übrigens bis heute nicht klar, ob Archaeopteryx:
  • geflogen ist, was aufgrund des schweren Schwanzes und dem Kiefer eher unwahrscheinlich anmutet
  • geklettert und dann von Bäumen herab geschwebt ist
  • gerannt ist und dann mit Hilfe der Flügel schnelle Sprünge zum Jagen/Fliehen durchführte