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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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In einer Population finden sich normalerweise sehr viele verschiedene Allele. Die genetischen Unterschiede innerhalb einer Art sind zwar in Prozent ausgedrückt nur minimal, aber wenn sogar der Affe bis zu 98-99% identisch mit uns ist, kann man sich in etwa die Größenordnungen klar machen, was eine Abweichung von 0,01% bedeuten würde.
Man nennt die Gesamtheit aller Allele innerhalb einer Population Genpool. Es gibt Allele, welche momentan für die Individuuen der Population von Vorteil sind und eine höhere Fitness bieten, doch was ist, wenn sich der Genpool durch ein Naturereignis oder ähnliches massiv verkleinert?

 

Dann spricht man von Gendrift. Denn plötzlich können Ausprägungen, die vorher anderen unterlegen waren, die höchste Fitness bedingen - weil ehemals überlegenen Konkurrenten durch das Ereignis verschwunden sind.

 

Gendrift ist grundsätzlich die zufallsbedingte Änderung des Genpools, meist durch Zufallsereignisse bedingt.
Besonders häufig findet Gendrift bei ...

... kleinen Populationen statt, da hier durch das Sterben eines Individuums ein einzigartiges durch Mutation entstandenes Allel verloren geht und die Wahrscheinlichkeit, dass eine ähnliche Mutation bei einem anderen Individuum der Population stattfindet aufgrund der geringen Größe der Population sehr gering ist. Der Tod Einzelner kann große Auswirkungen auf den Genpool der Population haben.

... Populationen, die ständig unter hohen Schwankungen der Größe leiden. Immer wenn es zu einem Massenwechsel kommt, sterben fast zufällig ein Großteil der Individuen der Population ab. Welche Allele dann beim Neuaufbau der Population im Genpool vorhanden sind, ist dann Zufall.


Das Gründerprinzip

Man stellt sich zwei Inseln vor, von denen eine besiedelt (A) und eine unbesiedelt (B) ist.
Wenn nun eine Gruppe von Insel A zur Insel B reist um dort eine neue Population zu gründen, bezeichnet man diese als Gründerindividuen. Aus dem großen Genpool der Stammpopulation bringen sie aber nur einen Teil der Allele mit ( Flaschenhalseffekt). Man hat eine geringe genetische Variabilität, die sich nur sehr langsam durch Mutationen erweitert.
Folgendes Schaubild soll das Prinzip etwas deutlicher machen: