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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Carl von Linné (1707-1778)

Carl von Linné

 

Begründer der Systematik, teilte Pflanzen nach Blütenorganen und Tiere nach anatomischen und physiologischen Merkmalen ein. Seine Erkenntnisse waren für die späteren Evolutionsvertreter als Argumentationsstützen von großer Bedeutung.  Linné selbst glaubte allerdings noch an die Artenkonstanz.

 

 

 



Georges de Cuvier (1767-1832)

Georges de Cuvier


Entdeckte, dass sich Fossilien in bestimmten Schichtenfolgen unterscheiden. Daraus konnte man auf einen erdgeschichtlichen Zeitablauf und somit eine allmähliche Entwicklung des Leben schließen. Auch er glaubte noch an die Artenkonstanz, verband diese aber mit seiner Katastrophentheorie: Naturkatastrophen vernichteten Leben in Regionen -> Zuwanderung & Neuschöpfung besiedeln das Gebiet neu.

 

 

Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829)

 

Stellte die erste Evolutionstheorie auf, die von einem kontinuierlichen Artenwandel ausging. Er ging davon aus, dass zum Beispiel

(1) Tiere die während ihrem Leben erworbenen Eigenschaften weitervererben konnten und

(2) Körperteile die gebraucht werden, sich größer und stärker entwickeln. Körperteile die nicht gebraucht werden, verkümmern.

 

(Beispiel unten)

 

Charles Darwin (1809-1882)

Charles Darwin

 

Der wohl bekannteste Evolutionsforscher. Hat das Standardwerk über Die Entstehung der Arten verfasst, welches auch heute noch größtenteils seine Gültigkeit hat. Darwin segelte fünf Jahre mit dem Forschungsschiff Beagle durch die Welt und entdeckte dabei die nach ihm benannten Darwinfinken, welche ein Paradebeispiel für die evolutionäre Entwicklung darstellen. Seine Theorien gehen in eine andere Richtung wie die von Lamarck, näheres in der folgenden Zusammenstellung.
Charles Darwin wusste übrigens nicht, wie Variationen entstehen und wie Merkmale vererbt werden (er lag da auf einer Wellenlänge mit Lamarck). Erst die Genetik erklärt dies mit den Prinzipien von Mutation und Rekombination. Heute hat man seine Theorie deshalb zur synthetischen Theorie der Evolution erweitert.

 

 

Beobachtungen und Schlussfolgerungen Darwins:

1) Es werden mehr Nachkommen als notw. erzeugt, trzd. bleiben Populationen im Schnitt gleich groß.

=> Überproduktion an Nachkommen -> Kampf ums Dasein innerhalb der Population (struggle for life).

2) Der jeweilge Lebensraum der Arten weist beschränkte Ressourcen auf.

=> Nur die überleben, die am besten an die Umweltbedingungen angepasst sind (survival of the fittest)

3) Alle Individuen einer Art gleichen einander nicht völlig, sondern zeigen eine best. Variationsbreite.

=> Natürliche Auslese oder Selektion führt über viele Generationen hinweg zu Veränderungen der Art.



Wie man hier sehen kann, gingen Lamarck und Darwin von zwei grundverschiedenen Ansätzen aus. Denn während Lamarck noch davon ausging, dass sich Lebewesen im Laufe ihres Lebens anpassen und diese Anpassungen dann ihren Jungen mitgeben, hatte Darwin eine sehr viel umfassendere Gedankenwelt.
Laut Lamarck hat die Giraffe im Laufe ihres Lebens, zum Beispiel bei Dürren, immer wieder ihren Hals strecken müssen, um an die höheren Blattschichten der Bäume zu kommen. Deshalb wurde ihr Hals immer Stückchen für Stückchen länger und auch die Vorderbeine wuchsen an.
Darwin hingegen sah die ganze Population und hatte die grausame und leider auch wahre Vorstellung, dass eben jene Giraffen, deren Hals eher kurz geraten ist, geringere Überlebenschancen haben, was ein ganz langsames "Aussterben" des Genmaterials für kurze Hälse bedeuten würde (Selektion). Immer die Giraffen einer Population würden rein theoretisch überleben, welche die längsten Hälse haben und damit die besten Anpassungen für beispielsweise Dürren. So werden die Hälse immer länger. Man muss sich das wie bei der Hundezucht vorstellen, bei der man immer Tiere miteinander paart, die starke Ausprägungen im gewünschten Merkmal haben. Die Jungen werden je nach Vererbungsart höchstwahrscheinlich ebenfalls dieses ausgeprägte Merkmal tragen, vielleicht sogar noch deutlicher.
Mutationen spielen natürlich eine große Rolle, denn man kann nicht davon ausgehen, dass die kleine Ur-Giraffe bereits das Erbmaterial für einen langen Hals besaß. Dieses entstand eben durch Mutationen.