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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Das Leben auf der Erde ist nicht nur auf die fruchtbaren Regionen beschränkt, sondern bei genauem Hinschauen finden sich beinahe überall Spuren des Lebens. Voraussetzung für dauerhaftes Leben sind zwar Wasser (flüssig), Zugang zu Mineralstoffen, Sauerstoff und eine Energiequelle - aber für beachtliche Zeit können auch in solchen Räumen, wo diese Voraussetzunge nicht gegeben sind, Lebewesen existieren.

Archaebakterien:
Sie leben in vulkanischen Quellen, in Geysiren, Schwefelsümpfen oder Erzhalden. Dort kann eigentlich kein Leben existieren, doch ein kleines Bakterium tat dies schon seit eh und je. Die Archaebakterien, darunter Salz-, Methan-, Thermo- und Schwefelbakterien.

Salinenkrebschen:
In sehr salzigen Gewässern (>20%) wie Salzseen und Salinengewässern leben nicht nur die eben angeschnittenen Salzbakterien, sondern auch Salinenkrebschen. Sie sind ca. 1,5cm lang und ernähren sich eben von diesen Bakterien. Wie die Meeresfische auch, scheiden sie über ihre Kiemen Salz aus und können somit ihren osmotischen Wert halten. Dafür benötigen sie aber rund 1/3 ihrer gesamten Energie.

Eisfische:
In Polarregionen kann Meerwasser auf bis zu -2°C abkühlen und dabei immer noch nicht gefrieren, was am hohen Salzgehalt liegt. Bei Fischen ist der Salzgehalt im Körper nicht so hoch, weswegen sie bereits bei -1°C gefrieren würden. Doch die sogenannten Eisfische besitzen eine Art natürliches Frostschutzmittel, nämlich die Glykopeptide (Zucker-Aminosäure-Verbindungen). Damit können sie die sich bildenden Eiskristalle an der Haut am Wachsen hindern.

Dromedar:
Das Dromedar kann in der heißen Wüste lange Strecken zurücklegen, ohne dabei Wasser aufzunehmen. Möglich ist das durch mehrere Wasserspar und -speicherungsmaßnahmen. Der Höcker von Dromedaren besteht nicht aus Wasser, wie man vielleicht annehmen mag, sondern aus Fett. Er enthält angedaute Nahrung, denn aus Fett kann durch chemische Vorgänge Wasser entstehen. Leidet das Dromedar unter Wassermangel, legt sich eine Schicht aus Schleim und Zelltrümmern auf die Schleimhaut, welche Wasser aufnehmen kann.

durstendes Dromedar (450kg) durstender Mensch (90kg)
eingeatmete Luft heiß & trocken heiß & trocken
ausgeatmete Luft unerwartet kühl & trocken warm & feucht
Nasenschleimhaut 1200cm² 1,5cm²
Schweißmenge/Tag 2l 5l
Wassergehalt in 1kg Kot 430g 660g
Urinabgabe/Tag 1/2l 1/4l
Körpertemperatur nachts ca. 34°C
tagsüber ca. 41°C
37°C
Wasserabgabe des Kör-
pers bis zum Hitzetod
über 30% des Körpergewichts 12% des Körpergewichts

Normalerweise verliert ein Säugetier durch die ausgeatmete Luft (Wasserdampf), durch das Schwitzen, durch die Körperentgiftung (Urin) und bei der Kotabgabe an Wasser. Das Dromedar hat erfolgreich Strategien dagegen entwickelt.
  • Die ausgeatmete Luft ist kühl und trocken, denn das Dromedar filtriert beim Ausatmen das Wasser aus. Durch Verdunstung wird die heiße Wüstenluft abgekühlt, was beides mit Hilfe der stark vergrößerten Nasenschleimhaut geschieht.
  • Die Schweißmenge ist deutlich geringer als beim Menschen, denn das Dromedar kühlt seinen Körper in der Nacht ab und kann während dem Tag bis zu 7°C wärmer werden - es muss also später anfangen zu schwitzen und dann auch nicht so weit wie der Mensch durch Schwitzen hinunter kühlen.
  • Das Dromedar hat auch weniger Wasser in seinem Kot, er ist trockener. Zudem vermeidet es Urin abzugeben.
  • Als letztes: Das Dromedar kann sehr viel mehr Wasser verlieren als der Mensch, ist also auch länger überlebensfähig bei Wassermangel.
Die Känguruhratte muss übrigens gar nicht trinken, denn all ihr Wasser bezieht sie durch die Umwandlung von Fett:
C6 + H12 +O6  --->  6CO2 + 6H2O