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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Sonnenlicht kann man als Grundlage für das Leben auf der Erde sehen, denn nur dadurch sind Pflanzen in der Lage Photosynthese zu betreiben. Die daraus entstehenden chemisch-energetischen Produkte sind wiederum für alle Lebewesen notwendig. Abgesehen davon ist Licht für viele Tiere und Pflanzen ein Orientierungspunkt, der ihr Wachstum, ihr Verhalten und ihr Äußeres bestimmt.

Im Umgang mit dem wichtigen Licht haben Pflanzen und auch Tiere unterschiedliche Mechanismen entwickelt.

Fototropismus:
Grundsätzlich orientieren sich die meisten Pflanzensprosse in Richtung Licht, sind also lichtwendig. Die dem Licht zugewandte Seite des Sprosses wächst schneller und somit erhält die Pflanze eine günstige Stellung zum Lichteinfall.

Etiolement (Vergeilung):

Wenn Pflanzen lange Zeit einem Lichtmangel ausgesetzt sind, bilden die Pflanzen längliche und gelblich-bleiche (wegen Chlorophyllmangel) Sprosse mit zurückgebildeten Blättern und schwach ausgeprägten Leitbündeln. Dies tun sie, um schnell und ressourcensparend Licht zu finden.

Licht- und Dunkelkeimung:
Lichtkeimer sind solche Pflanzen, deren Samen einen Lichtreiz brauchen um zu keimen. Bei Dunkelkeimern ist es genau anders herum, Licht wirkt bei ihren Samen hemmend auf die Keimung. Gesteuert wird dieser Mechanismus durch das Pigment Phytochrom, welches je nach Wellenlängenbereich des Lichts Gene an- und abschaltet.

Fotoperiodismus:
Der tägliche Wechsel von Licht und Dunkelheit, die Länge des Tages (Fotoperiode) also, ist wohl der wichtigste Faktor für den oben genannten Orientierungspunkt.

  • Die innere Uhr steuert viele Lebensvorgänge wie den Schlafrythmus, Aktivitäten von Hormonen, Organfunktionalitäten etc.
  • Der Winterschlaf, Wanderungen (Kröten) oder Fortpflanzungszeiten sind von der Fotoperiode bestimmt.
  • Die Blütezeit wird ebenfalls von der Fotoperiode gesteuert. Langtagpflanzen blühen wenn es länger als rund 12h/Tag hell ist. Kurztagpflanzen, wenn es kürzer als 12h/Tag hell ist.






































Die Grille hier hat einen festen Tagesrythmus mit Zeiten in denen sie aktiv und Zeiten in denen sie weniger aktiv ist.
Forscher haben den Rythmus auf Papier gebracht und anschließend mehrere Versuche durchgeführt.

1. Licht aus:
Man hat die Grillen völliger Dunkelheit ausgesetzt, also den Tag-Nacht-Rythmus unterbrochen. Trotzdem erkennt man (rechts oben), dass die Grillen scheinbar weiterhin wie gewohnt aktiv sind. Auf den ersten Blick scheint ihre innere Uhr nicht vom Licht abhängig zu sein.

2. Tag-Nacht-Rythmus verändern:
Die Forscher gaben sich damit nicht zufrieden und haben die hellen und dunklen Phasen (durch künstl. Beleuchtung) vertauscht. Die Grillen reagierten darauf und passten ihren Tagesrythmus diesen neuen Verhältnissen an. Die Aktivitätsspitze lag im vorigen Tief, offensichtlich haben die Lichtverhältnisse doch eine größere Bedeutung, als anfangs angenommen.

3. Licht aus nach verändertem Rythmus:
Nachdem man das Licht beim zweiten Versuch dauerhaft ausgestellt hatte, haben die Grillen weiterhin den neuen Tagesrythmus beibehalten. Sie wurden sozusagen umprogrammiert.

4. Weiterhin Licht aus:
Nach wenigen Tagen der absoluten Dunkelheit verschoben sich die Aktivitätsphasen wieder hin zum alten Muster. Die ursprüngliche "Programmierung" wurde wiederhergestellt. Anscheinend haben sie noch immer den alten Rythmus, den sie ihr halbes Leben gewohnt waren, in sich gespeichert.