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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Etwa die Hälfte aller Arten lebt ganz oder teilweise vom Parasitismus. Das heißt, sie entziehen ihrem Wirt, an den sie völlig angepasst sind, Nahrung ohne ihn unmittelbar zu töten. Gerade hier kann man von Ko-Evolution sprechen, denn der Wirt entwickelt natürlich Abwehrmaßnahmen, die der Parasit erst wieder überwinden muss: Ein ewiges Wettrüsten findet statt.
Ist ein Wirt befallen, stirbt er meistens nicht, erleidet aber Einbußen in seinem Wachstum, seiner Fortpflanzung und seiner Lebensdauer.

Zu unterscheiden, ob es sich um Jäger oder Parasit handelt, ist nicht immer leicht. Es gibt Übergänge:
  1. Wenn ein Tier einem anderen nur etwas Blut aussaugt, ist es ein Parasit.
    Wenn das selbe Tier einem anderen alles Blut aussaugst, ist es ein Räuber.
    => paradox
  2. Parasitenähnliche (Parasitoide) verschonen erst einmal den Wirt, sie leben anscheinend wie normale Parasiten - töten den Wirt aber am Ende doch.

Parasiten besitzen einige besondere Eigenschaften:
  • Haft- und Klammerorgane verhindern, dass der Parasit den Wirt verliert, was fast immer das Todesurteil bedeutet.
  • Rückbildungen sind für ihn ohne Nachteil, weshalb Flügel, Sinnesorgane etc. bei manchen Parasiten fehlen.
  • Viele Eier und komplizierte Entwicklungs- und Übertragungswege sorgen für das Auffinden, Infizieren und Fortpflanzen von bzw. in Wirten.
Überhaupt mussten Parasiten in ihren Anfängen mit vielen Schwierigkeiten zurecht kommen, wie dem Mileu ihres Wirtes (Temperatur, Sauerstoff, giftige Abbauprodukte usw.) oder auch der Tatsache, dass sie nach Versiegen ihrer Nahrungsquelle, lange Zeit ohne Wirt auszukommen.
Die Möglichkeiten, wie Parasiten das Objekt ihrer Begierde überhaupt finden, mussten ebenfalls gefunden werden. Hier ist die Sache ganz einfach: Stechmücken schauen sich den potentiellen Nahrungsspender lediglich genau an und entscheiden dann ob er schmackhaft für sie ist. Zecken können wiederum verhältnismäßig gut riechen und wissen deshalb, wann sie sich auf ihren Wirt fallen lassen müssen.

Zur Abwehr von Parasiten haben Pflanzen und Tiere beispielsweise folgende Maßnahmen entwickelt:
  • Pflanzen:
    Von Parasiten befallenes Pflanzengewebe stirbt ab und setzt Abwehrstoffe frei, die ein schützendes Schorf bilden, welches umliegendes Gewebe verkorkt. Damit sind die Parasiten isoliert.
  • Tiere:
    Ektoparasiten werden durch Putzen und Baden bekämpft, Endoparasiten werden teilweise eingekapselt oder durch Abwehrzellen, Antikörper und Enzyme angriffen.

Konrad steckt noch in den Kinderschuhen in seinem Leberegel-Ei, das eines von vielen ist. Aber Konrad ist anders, denn ihm ist, im Gegensatz zu den Eiern neben ihm, eine rosige Zukunft geschenkt . Momentan sitzt er auf gut Deutsch in der Scheisse, weil, nun, nachdem er einige Zeit in der Leber von einem Schaf gelegen hat, wurde er sozusagen ausgesch...ieden.
Doch Vorsicht! Da kommt die Schnecke!
Und schon ist Konrad in der Schnecke. Er wächst jetzt schnell und ist bald schon eine Larve, welche die Schnecke aber nicht mag. Sie hustet ihn aus, als schleimiges Päckchen.
Aaachtung! Hier kommt die Schleim liebende Ameise!
Und erneut ein Tapetenwechsel. Jetzt ist Konrad in der Ameise, wo es ihm gut gefällt. Konrad krabbelt in das Gehirn, übernimmt die Kontrolle und lässt die Ameise irre werden: Sie verbeisst sich auf Konrads Geheiß zur Abendstund an einer Grasspitze und wird von einem Schaf gefressen (der Kreis schließt sich).
Konrads Plan geht auf, denn jetzt, im Körper des Schafs, kann er sich in der Leber auf den Nachwuchs konzentrieren, auf dass viele kleine Konrads in Zukunft die selbe Reise bestreiten werden.