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1. Mai:
Organisationsformen Algen
Korrektur bei siphonocladal
(danke an Peter)

20. Juni
:

Symbiose
Merksatz falsch angewendet
(danke an F. Geven)
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Ein Ökosystem setzt sich aus zwei Komponenten zusammen.

  1. Biotop
    so bezeichnet man den Lebensraum, also alles von der Bodenbeschaffenheit bis hin zum Klima (unbelebte Umwelt). Das Biotop kann innere Differenzierungen aufweisen, es beinhaltet Teillebensräume, die wiederum in Kleinstlebensräume gegliedert sein können. Nehmen wir als Beispiel den See. Das Biotop ist der See an sich. Ein Teil des Sees könnte der Grund des Bodens als Teillebensraum darstellen. Der Kleinstlebensraum bestünde beispielsweise in einem kleinen Erdloch am Seegrund.

  2. Biozönose
    so bezeichnet man die Gemeinschaft aller Lebewesen, die in dem Biotop vorkommen (belebte Umwelt, Lebewesen). Ein Biotop ist von unheimlichen vielen Lebewesen bewohnt, die untereinander komplizierte Wechselbeziehungen ausbilden. Man kann dabei durchaus vom Biotop auf die vermeintliche Biozönose schließen, da diese von den Rahmenbedingungen des Biotops abhängig ist. Banal ausgedrückt: Einen Goldfisch wird man in der Ostsee nicht finden können (Warum? klick).

Das Ökosystem stellt das Beziehungsgeflecht zwischen den Lebewesen untereinander sowie den Lebewesen mit ihrer Umwelt dar. Der Begriff setzt sich aus "Öko" und "System" zusammen. Ökologie ist bekanntlich die "Lehre vom Haushalt". Der Begriff "Öko" heißt "Haus". "System" ist im Grunde selbsterklärend, man könnte es als "Gefüge" verwenden. Daraus lässt sich schließen: Das Ökosystem ist sozusagen ein Haus, in dem alle Lebewesen in einem komplizierten Beziehungsgefüge gemeinsam leben.


Es gibt vier Funktionsprinzipien, in denen Ökosysteme überein stimmen:

  1. Selbstregulation und Kreisläufe
    Ökosysteme unterliegen Kreisläufen. Das heißt, jeder Veränderung laufen gegenteilige Prozesse entgegen. So kann ein Ökosystem über viele Jahrzehnte relativ konstant aussehen. Wachsen zum Beispiel zu viele Pflanzen einer Art, können sich bestimmte Schädlinge besonders gut vermehren und die Pflanzenpopulation wieder verringern. Mehr zur Selbstregulation gibt es unter Vorgänge in Populationen zu finden.
  2. Sukzession
    Trotz dem System der Selbstregulation und Kreisläufe unterliegen auch Ökosysteme langsamen und regelhaften Veränderungen. Dies nennt man Sukzession. Eine Wiese kann sich zum Beispiel im Verlauf der Jahrzehnte durch Sukzession zu einem Wald wandeln. 
  3. offenes System
    Ein Ökosystem muss mit der Umwelt Stoffe austauschen können und ihm muss zudem ständig Energie zufließen (z.B. Sonne). Sonst kann es nicht bestehen, so wie auch der Mensch ohne Stoffaustausch und ständige Energiezufuhr nicht überlebt.
  4. Nahrungsketten / Energiefluss
    Der Energiefluss ist eng geknüpft an die Nahrungsketten. Die Pflanzen binden die Energie aus der Sonne. Die Tiere profitieren von dieser Energie, indem sie die Pflanzen als Nahrung verwenden. Fleischfressende Tiere wiederum nehmen die Energie auf, indem sie die pflanzenfressenden Tiere erbeuten usw.